Wie versorge ich eine Wunde richtig?

Passiert ist es schnell: Nur eine Hundertstel-Sekunde lang war die Aufmerksamkeit abgelenkt und – autsch! – Sie haben sich eine klassische Alltagswunde zugefügt. Erfahren Sie hier, wie Sie Alltagswunden erkennen und wie Sie sie selbst richtig versorgen.

Welche Wunden lassen sich als Alltagswunden bezeichnen?

Alltagswunden sind oberflächliche Wunden wie Riss-, Kratz- und Schürfwunden oder auch leichte Verbrennungen. Risswunden zieht man sich häufig beim Heimwerken oder beim Schrauben am Auto, Fahrrad oder dem Motorrad zu. Beim Spielen mit Haustieren oder bei der Gartenarbeit können oft Kratzwunden entstehen. Und besonders oft muss man die Unannehmlichkeiten von brennenden Schürfwunden in Kauf nehmen, wenn man bei sportlichen Aktivitäten wie beim Fußball oder mit Skateboard und Fahrrad fahren versehentlich in die Horizontale gerät. Als letzte Kategorie der Alltagswunden gelten leichte Verbrennungen wie z. B. Sonnenbrand, der recht schnell bei zu viel Sonnengenuss im Sommer oder im Urlaub passiert.

So versorgen Sie Alltagswunden richtig – die Checkliste

Die Wunde reinigen:
Zunächst sollten Sie die Wunde vorsichtig, aber dennoch sorgfältig mit Trinkwasser reinigen. Entfernen Sie im Anschluss daran vorsichtig alle Fremdkörper, die Sie erkennen können, also meist Splitter oder Steinchen, mit einer Pinzette.

Ein Wundpräparat auf Hydrogel-Basis wählen:
Hydrogele sorgen für eine ideal-feuchte Wundbehandlung. Diese unterstützt und beschleunigt den natürlichen Heilungsprozess einer Wunde.

Decken Sie Wunden nur bei Bedarf ab:
Leichtere Verletzungen benötigen keine Abdeckung, wenn die Körperstelle unbekleidet ist. Nur bei nässenden Wunden ist ein Schutzverband empfehlenswert.

Die Schutzfunktion des Körpers unterstützen:
Bei einer Verletzung der Haut setzt der körpereigene Wundheilungsprozess ein, um die Schutzbarriere so schnell wie möglich wiederherzustellen. Wenn Sie diese Tipps aus unserer Erste-Hilfe-Checkliste berücksichtigen, können Sie Alltagswunden gut selbst behandeln. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei entzündeten Wunden.

Wie Wunden sich durch Keime entzünden können

Tatsächlich ist es so, dass Sie davon ausgehen können, dass jede Wunde mit Keimen besiedelt ist. Diese Keime können auch direkt aus der Verletzungsquelle stammen. Bei Schürfwunden werden die Keime regelrecht in die Haut eingerieben. Die meisten Schürfwunden bluten sehr wenig, so dass hier die Keimbelastung besonders hoch ist. Die Reinigungsphase des Wundheilungsprozesses sorgt dafür, dass Keime aus der Wunde herausgespült werden. Wenn die Keimbelastung sehr hoch ist, kann es zu einer Wundinfektion kommen, die den Wundheilungsprozess behindert. Wird dieser dauerhaft gestört, kann eine chronische Wunde entstehen.

Wundheilstörungen und ihre Folgen

Durch die falsche Behandlung kann eine bereits entzündete Wunde nicht erkannt und somit auch nicht oder nur unzulänglich behandelt werden. So kann es zu Wundheilstörungen kommen, deren sehr unangenehme Folge im schlimmsten Fall aus einer akuten eine chronische Wunde werden lässt. Zudem haben Menschen unter bestimmten Umständen, wie z. B. hohes Alter oder Grunderkrankungen wie beispielsweise Diabetes, ein erhöhtes Risiko, Wundheilstörungen zu entwickeln. Eine Wunde gilt als chronisch, wenn sie trotz einer fachgerechter Behandlung innerhalb von vier bis zwölf Wochen keinerlei Heilungstendenzen zeigt. Chronische Wunden sollten immer von einem Arzt therapiert werden. Daher ist es gut und wichtig, dass Sie nun wissen, wie Sie Alltagswunden richtig behandeln können.

Pflichtangaben & Hinweise

*Tyrosur® Wundheilgel/Wundheilpuder ist ein Wundbehandlungsmittel zur (lindernden) Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern wie z. B. Riss-, Kratz- und Schürfwunden.

Tyrosur® CareExpert Wundgel ist ein Medizinprodukt. Tyrosur® Wundheilgel und Wundheilpuder sind Arzneimittel.

Tyrosur® Wundheilgel, Tyrosur® Wundheilpuder Pulver zur Anwendung auf der Haut. Wirkstoff: Tyrothricin. Anwendungsgebiete: Zur (lindernden) Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern wie z.B. Riss-, Kratz-, Schürfwunden. Warnhinweis: Tyrosur® Wundheilgel: Enthält Propylenglycol! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: März 2017. Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG, 61138 Niederdorfelden.

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