Wundheilung durch richtige Ernährung fördern

Wunden zu heilen und die Haut zu regenerieren, bedeutet für unseren Körper und unser Immunsystem: Arbeit. Viele kleine Zahnrädchen greifen beim Wundheilungsprozess ineinander, eines davon ist die Ernährung. So wie etwa eine Mangelernährung die Wundheilung negativ beeinflussen kann, wird der Heilungsprozess durch eine ausgewogene Zufuhr der richtigen Nährstoffe gestärkt. Wir haben einige Ernährungs-Tipps zusammengestellt, die bei der Regenration der Haut helfen und auch die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen können.

Mit der richtigen Behandlung heilen Wunden in drei aufeinanderfolgende Phasen meist innerhalb weniger Tage und ohne weitere Komplikationen ab. Eine Verletzung der Haut ist aber immer auch eine Stoffwechselbelastung: Unser Körper arbeitet, um mit Hilfe von verschiedenen Reparaturmechanismen die Wunde schnellstmöglich zu schließen und die Regeneration der Haut voranzutreiben. Dabei übernimmt unser Immunsystem die wichtige Aufgabe, uns vor möglichen Gefahren, wie zum Beispiel Infektionen durch eingedrungene Bakterien und Keimen zu schützen.

Deshalb hat der Aufbau von Wundgewebe einen höheren Nährstoffbedarf als gesundes Gewebe. Eiweißmangel, aber auch der Mangel an Vitaminen oder Spurenelementen können den Prozess der Wundheilung verlangsamen oder sogar erschweren. Zum Glück ist es vergleichsweise einfach, dem Körper bei einer Verletzung genau die Nährstoffe zu liefern, die ihm bei der Reparatur der Haut helfen können. In welchen Lebensmitteln sie zu finden sind und welcher Tagesbedarf empfohlen wird, lesen Sie hier:

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Proteine

Proteine (auch Eiweiße genannt) sind einer der wichtigsten Bausteine unserer Körperzellen und haben daher eine essenzielle Bedeutung im Stoffwechsel. Auch Bindegewebestrukturen der Haut, Enzyme oder Signalmoleküle wie Hormone bestehen größtenteils aus Eiweißen.

Lebensmittel wie z. B. Milchprodukte, Fleisch, Fische, Sojaprodukte, Eier oder Hülsenfrüchte enthalten viele Proteine. Der empfohlene Tagesbedarf an Proteinen liegt bei 1g/kg Körpergewicht.

Eisen

Eisen wird benötigt, um in den roten Blutkörperchen Sauerstoff zu binden und ihn dorthin zu transportieren, wo er im Körper benötigt wird. Auch Wundgewebe braucht Eisen, um die Verletzung während des Heilungsprozesses mit Sauerstoff zu versorgen. Eisenmangel tritt in modernen Gesellschaften vergleichsweise häufig auf und hat oftmals eine zu einseitige Ernährung als Ursache.

Viel Eisen steckt in Weizenkleie, weißen Bohnen, Kichererbsen, Tofu, Nüssen und Spinat, aber auch in Leber und anderem tierischen Fleisch. Der empfohlene Tagesbedarf liegt bei 10-15 mg.

Vitamine

Vitamine sind für den Stoffwechsel und die körpereigenen Abwehrkräfte – und damit für unsere Gesundheit – unverzichtbare Nährstoffe. Besonders die Vitamine A, C und E haben bei der Wundheilung einen hohen Stellenwert: Vitamin A ist wichtig für den Aufbau einer gesunden und narbenfreien Haut, während Vitamin C das Immunsystem unterstützt und die Kollagenbildung – ein wichtiger Bestandteil von Haut, Knorpel und Gewebe – fördert. Vitamin E schützt die Zellen vor freien Radikalen und kann zusätzlich Entzündungen hemmen.

Vorkommen:

  • Vitamin A: Fleisch (besonders in Schweineleber), tierische Fette, Eigelb, Möhren, Tomaten, Brokkoli und Spinat
  • Vitamin C: Zitrus- und Sanddornfrüchte, Beerenfrüchten, Paprika, Kohlgemüse, Spinat, Tomaten
  • Vitamin E: Pflanzenöle wie Weizenkeim-, Maiskeim- und Sonnenblumenöl

Tagesbedarf:

  • Vitamin A: 0,8-1 mg/Tag
  • Vitamin C: 95-110 mg/Tag
  • Vitamin E: 12-15 mg/Tag

Zink

Das Spurenelement Zink ist sozusagen der Allrounder der gesundheitsfördernden Ernährung. Zink ist an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt: So ist es zum Beispiel für die Produktion von Proteinen und bei der Zellteilung von großer Bedeutung und damit auch für Wundverschluss und -heilung. Außerdem hat Zink eine zentrale Rolle bei den Funktionen unseres Immunsystems und kann dabei helfen, Infektionen vorzubeugen oder sogar unterstützend zu behandeln.

Über die Nahrung kann man Zink vor allem durch Nüsse, Dinkel- oder Getreideprodukte sowie Fleisch aufnehmen. Die empfohlene Dosis für eine normale Zinkzufuhr liegt bei etwa 8 bis 14 mg pro Tag.

Pflichtangaben & Hinweise

Tyrosur® Wundheilgel und Wundheilpuder sind Arzneimittel.
Tyrosur® CareExpert Wundgel ist ein Medizinprodukt.

* Zur lindernden Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern wie z. B. Riss-, Kratz-, Schürfwunden.

Tyrosur® Wundheilgel, Tyrosur® Wundheilpuder, Pulver zur Anwendung auf der Haut. Wirkstoff: Tyrothricin. Anwendungsgebiete: Zur (lindernden) Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern wie z.B. Riss-, Kratz-, Schürfwunden. Warnhinweis: Tyrosur® Wundheilgel: Enthält Propylenglykol! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: Nov 2020. Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG., 61138 Niederdorfelden.

¹ Ferreira Alves et al. MIMS Dermatology June 2009 | Vanscheidt. Pharm. Ztg. 2010; 29:24–25.

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