Fragen über Fragen: Das erste Tattoo

Was ist das richtige Motiv? Tut das Stechen wirklich so weh? Wie erkenne ich ein seriöses Tattoo-Studio? Beim ersten Tattoo kommt alles zusammen: Aufregung, Vorfreude, Unsicherheit, ein Schuss Ungewissheit – und etliche ungeklärte Fragen.

Wie findet man ein passendes Motiv?

Die Entscheidung ist gefallen: Ein Tattoo soll es sein! Doch welches Motiv ist das Richtige? Das muss wohl jeder für sich selbst beantworten, denn Tattoos sind auf alle Fälle eines: Geschmackssache. Ausschließlich  aktuellen Trends zu folgen ist dabei meist keine so gute Idee – während Moden vergehen, bleibt ein Tattoo ein Leben lang. Also bei der Motivwahl besser nichts überstürzen und sich ausreichend Zeit lassen.

In Kooperation mit dem internationalen Tattoo-Experten Randy Engelhard

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Es gibt etliche Tattoo-Stile, wie z.B. Old School, Dotwork, geometrische oder realistische Tattoos und viele mehr. Wer noch gar keine Idee hat, in welche Richtung es gehen soll, findet bei Instagram und Pinterest ausreichend Inspiration. Natürlich wirft auch der Tätowierer nochmal einen Blick auf die eigene Tattoo-Idee. Gemeinsam mit ihm kann das Motiv nach den eigenen Wünschen und Vorlieben individuell angepasst werden, sodass es einem auch nach 10 Jahren noch gefällt. :-)

Welche Stellen sind am besten geeignet?

Rein theoretisch sind Tattoos fast überall möglich: Ob klassisch am Arm, am kleinen Finger oder sogar im Mund. Doch nicht jedes Motiv ist für jede Stelle geeignet, daher unbedingt Rücksprache mit dem Tätowierer halten. Mit Blick auf Motiv und gewünschte Körperstelle berücksichtigen professionelle Tätowierer nämlich auch immer die Aspekte der menschlichen Anatomie und der individuellen Körperlinien.

Auch nicht außer Acht zu lassen ist die Schmerzempfindlichkeit der jeweiligen Körperstelle. Je nach Stelle und eigenem Empfinden zwickt es einen mal mehr oder mal weniger. Allgemein gilt: Körperregionen, bei denen wenig Gewebe zwischen Haut und Knochen vorhanden ist, wie z.B. am Ellenbogen, sind empfindlicher und können dementsprechend schmerzhafter sein als andere.

Überspitzt gesagt: Ein Hals-Tattoo ist wahrscheinlich nicht das beste „Einsteiger-Tattoo“. Für das erste Mal lieber eine Stelle wählen, die weniger schmerzempfindlich und vielleicht auch etwas unauffälliger ist, um überhaupt mal ein Gefühl für die ganze Sache zu bekommen. Danach gibt es ja immer noch ausreichend „Fläche“, die nach Belieben verschönert werden kann. ;-)

Wie erkenne ich ein seriöses Studio?

Heutzutage ist es eher selten, dass im eigenen Bekanntenkreis niemand tätowiert ist. Gibt es aber tatsächlich keinen, der einem eine Studio-Empfehlung geben kann, können Internet-Foren und Erfahrungsberichte, wie zum Beispiel Google-Rezensionen oder Bewertungen auf Social Media helfen. Am besten ist aber immer, sich ein eigenes Bild zu machen. Dazu gehört, persönlich im Studio vorbeizuschauen und auch, sich Arbeiten des Tätowierers zeigen zu lassen: Sieht es dort hygienisch aus? Fühlt man sich wohl? Bietet das Studio den gewünschten Stil an? Passt die Chemie mit dem Tätowierer? Stimmt das Bauchgefühl?

Eine kleine Hilfestellung bei der Studio-Wahl bietet die Checkliste von safer-tattoo.de. Doch wahrscheinlich der beste Tipp: Aufs Bauchgefühl hören!

Wie läuft die Terminvergabe ab?

Motiv, Körperstelle und Studio stehen fest, jetzt fehlt nur noch der Termin. Meist siegt hierbei die Ungeduld und es wird sich für den erstbesten Termin entschieden – verständlich. Die Terminwahl nochmal zu überdenken, kann trotzdem eine gute Idee sein.

So eignet sich beispielweise der Sommer perfekt dafür, sein neues Tattoo gleich der weiten Welt zu präsentieren. Jedoch vertragen sich Schweiß und Sonne mit einer frischen Tätowierung nicht so gut. Auch an den See oder ins Schwimmbad zu gehen, kann mit frisch tätowierter Haut zum Problem werden. Worauf zu achten ist, wenn man sich ein Tattoo während der warmen Jahreszeit stechen lässt, weiß jeder professionelle Tätowierer. Im Rahmen einer guten Tattoo-Beratung gibt es daher auch immer Informationen zum Umgang mit der frisch tätowierten Haut und den Besonderheiten jeder Jahreszeit.

Den perfekten Zeitpunkt gibt es daher nicht und oft ist der Termin auch von der Verfügbarkeit des Tätowierers abhängig. Neben der Suche nach einem passenden Termin wird bei der Terminvergabe auch nochmal das gewählte Motiv und über die Kosten und auch eventuell über eine mögliche Anzahlung gesprochen.

Was ist vor dem Termin zu beachten?

  • Gesunde Ernährung: Ein bis zwei Wochen vor dem Termin ist es wichtig, sich mit gesunder Kost        z. B. vitaminhaltige Lebensmitteln zu stärken. Zusätzlichen Proviant einzupacken, ist gerade bei längeren Tattoo-Sessions, die über mehrere Stunden dauern, sinnvoll.

  • Keinen Alkohol trinken: Gegen die Aufregung ein Schlückchen zu trinken, ist keine gute Idee: Alkohol kann dafür sorgen, dass die Farbe von der Haut nicht richtig aufgenommen wird. Tattoos können dadurch blass und verschwommen wirken.

  • Medikamente: Blutverdünnende Medikamente haben die gleiche Wirkung auf frische Tattoos wie Alkohol. Falls man auf diese Medikamente angewiesen ist, lieber nochmal Rücksprache mit dem Arzt halten.

  • Körperpflege ja, Hautpflege nein: Die Haut sollte vor dem Tätowieren frei von Schweiß und alten Hautschüppchen sein. Nach dem Duschen jedoch besser auf Cremes, Körperöle oder Parfüms verzichten.

  • Passende Kleidung: Nicht aus „Style-Gründen“, sondern vielmehr der Einfachheit halber, sodass der Tätowierer bestmöglich an die Stelle kommt. Häufig empfiehlt es sich dafür, weite Kleidung anzuziehen

  • Ablenkung: Zu zweit ist es sowieso immer am schönsten – auch beim Tätowieren kann Unterstützung guttun. Doch hier besser nochmal im Studio nachfragen. Bei einigen Studios fehlt für eine Begleitung schlichtweg der Platz. Auch Musik ist eine willkommene Ablenkung während des Tätowierens.

Wie läuft der Tattoo-Termin ab?

Alle Vorbereitungen sind getroffen, jetzt geht’s ans „Eingemachte“. Doch der erste Schritt ist erstmal “Ankommen“. Bevor es richtig losgeht, werden meist noch ein paar schriftliche Dinge geklärt: In der Regel ein Fragebogen und eine Einverständniserklärung.

Ist der „Papierkram“ erledigt, geht es um das finale Design des Tattoos. Jetzt besteht nochmal die Möglichkeit, kleine Anpassungen vorzunehmen und die finale Größe und Stelle festzulegen. Das Tattoo sollte so lange angepasst werden, bis man vollkommen zufrieden ist. Also keine Scheu, die eigenen Wünsche bis ins kleinste Detail zu äußern. Für ein optimales Ergebnis wird ein professioneller Tätowierer immer die individuellen Wünsche des Kunden mit seinem Fachwissen in Einklang bringen.

Steht das Design, wird eine Vorlage gedruckt oder auf die entsprechende Stelle aufgemalt. Ein letzter prüfender Blick und los geht’s. Je nach Größe und Aufwand der Tätowierung kann eine Sitzung bis zu mehreren Stunden dauern. Hier ist also Durchhaltevermögen gefragt – aber es lohnt sich. :-)

Kommunikation ist immer wichtig, auch beim Tätowieren. Wird eine Position mit der Zeit unbequem oder wird es Zeit für eine Pause, einfach dem Tätowierer Bescheid sagen. Das gilt ganz besonders bei Unwohlsein.

Der letzte Nadelstich ist geschafft, die frisch tätowierte Haut wird vom Tätowierer gereinigt und abgedeckt. Jetzt heißt es: Gut zuhören und bei Bedarf auch einmal mehr nachfragen. Denn gerade beim ersten Tattoo erhält man nach dem Stechen wertvolle Tipps rund um die Pflege der frischen Tätowierung.

Was ist nach dem Termin zu beachten?

Frisch tätowierte Haut braucht ausreichend Fürsorge. In unserem 1x1 der Tattoo-Pflege dreht sich alles rund um das Thema Tattoo-Aftercare. Neben der richtigen Nachsorge ist jetzt erstmal Ruhe angesagt, denn der Körper braucht eine kleine Auszeit. Daher muss die nächste Sporteinheit erstmal warten, denn ein gemütlicher Abend auf der Couch ist jetzt genau das Richtige.

Und wie immer gilt: Nicht zu viele Gedanken machen. Denn: An dem Spruch „Tattoos machen süchtig“ könnte tatsächlich etwas dran sein. Einmal angefangen, ist es für Viele schwer wieder „aufzuhören“. So schlimm kann es also nicht sein. ;-)

Pflichtangaben & Hinweise

*Tyrosur® Wundheilgel/Wundheilpuder ist ein Wundbehandlungsmittel zur (lindernden) Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern wie z. B. Riss-, Kratz- und Schürfwunden.

Tyrosur® CareExpert Wundgel ist ein Medizinprodukt. Tyrosur® Wundheilgel und Wundheilpuder sind Arzneimittel.

Tyrosur® Wundheilgel, Tyrosur® Wundheilpuder Pulver zur Anwendung auf der Haut. Wirkstoff: Tyrothricin. Anwendungsgebiete: Zur (lindernden) Behandlung von kleinflächigen, oberflächlichen, wenig nässenden Wunden mit bakterieller Superinfektion mit Tyrothricin-empfindlichen Erregern wie z.B. Riss-, Kratz-, Schürfwunden. Warnhinweis: Tyrosur® Wundheilgel: Enthält Propylenglycol! Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: März 2017. Engelhard Arzneimittel GmbH & Co. KG, 61138 Niederdorfelden.

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